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    S. 00000035 WEBER REGIERUNGSPRAES.ZUERKENNUNG D.FACHLICHEN EIGNUNG KAUFMANN IM GROSS U.AUS

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    (C) S. 00000037 WENDOLIN WEBER AUSBILDERPRUEFUNG VOR DER IHK NEUSS 7/1991 ( ADA )


  • AUSBILDEREIGNUNG ADA BERUFSAUSBILDUNGSGESETZ LEHRLINGSREPORT

    D08-1.236           
    DATEI::/u/weber/artikel/aktenplan/6000-01-300103



    A u s b i l d u n g s u n t e r r i c h t
    -----------------------------------------

    Ausbildungsrahmenplan
    lf. Nr. 4 Organisation und Verwaltung ( Paragr. 3 Abs.1 Nr. 4a
    Art, Rechtsform, Aufgaben und Gliederung des Unternehmens )

    Reisende
    --------
    Der Reisende ist ein Absatzmittler des direkten Absatzweges; er ist
    kaufmaennischer Angestellter (Handlungsgehilfe/Handlungsbevollmaechtigter)
    und kann:
    - Kaufvertraege abschliessen ( Abschlussvertreter )
    - Zahlungen bei entsprechender Vollmacht kassieren
    - Maengelruegen entgegennehmen ('' 54/55 HGB )
    Er konzentriert sich auf den Absatz der Produkte eines Unternehmens.

    Kommissionaer
    -------------
    Der Kommissionaer ist ein selbststaendiger Kaufmann, der es gewerbsmaessig uebernimmt, Waren oder Wertpapiere im eigenen Namen, auf fremde Rechnung zu
    verkaufen oder zu kaufen ('' 383 ff HGB)

    Handelsvertreter
    ----------------
    Der Handelsvertreter ist ein selbststaendiger Kaufmann, der fuer einen anderen
    Unternehmer Geschaefte vermittelt oder in dessen Namen abschliesst (im fremden
    Namen, auf fremde Rechnung) '' 84ff HGB.

    Handelsbetrieb
    --------------
    Der Handelsbetrieb ist der Mittler zwischen dem Hersteller und dem Verwender.
    Aus dieser Funktion ergeben sich fuer diese Betriebe folgende Hauptaufgaben:

    Die Lagerhaltung

    Da die Herstellung und das Verwenden der Gueter nicht immer zeitlich ueberein-
    stimmen, ergibt sich hieraus die Aufgabe der Lagerhaltung, um stets lieferbereitzu sein.

    Die Warenverteilung

    Der Handel leitet die Ware als Sammler und Verteiler vom Erzeuger zum Verbrau-
    cher; damit ueberbrueckt er die raeumliche Entfernung zwischen beiden und kann
    somit das Angebot des Erzeugers und die Nachfrage des Verwenders aufeinander
    abstimmen.

    Nicht zuletzt aber erschliesst der Handel immer wieder neue Absatzgebiete und
    Kaeuferkreise, indem er beraet und wirbt. Dies kann der Handelsbetrieb aber nur dann erfolgreich leisten, wenn er sein Personal (z.B. seine angestellten
    Reisenden) regelmaessig fuer diese Aufgaben schult.


    Fragen:
    -------
    1. Wer kann Waren im eigenen Namen, auf fremde Rechnung kaufen?
    2. Wer kann fuer einen anderen im fremden Namen, auf fremde Rechnung
    Waren verkaufen?
    3. Wer ist ein Handlungsgehilfe/Handlungsvevollmaechtigter?
    4. Wer ist selbststaendiger Kaufmann?
    5. Wer ist kaufmaennischer Angestellte?
    6. Wer, und warum wird geschult?

    Antworten:
    ----------
    1.








    2.






    3.






    4.






    5.



    6.











    Gesellschaftsformen
    -------------------
    Eine Personengesellschaft liegt vor, wenn sich mehrere Personen zu einer
    Gesellschaft zusammengeschlossen haben, bei der die Mitgliedschaft auf die
    Person und die einzelnen Gesellschafter zugeschnitten ist. Merkmale:
    Persoenliche Haftung der Gesellschafter fuer die Schulden, persoenliche
    Mitarbeit, Uebertragbarkeit und Vererblichkeit der Mitgliedschaft grundsaetzlich
    nur mit Zustimmung der anderen Gesellschafter.

    Im Gegensatz dazu ist bei der Kapitalgesellschaft die Mitgliedschaft auf die
    reine Kapitalbeteiligung und nicht auf die persoenliche Mitarbeit der Gesell-
    schafter zugeschnitten. Merkmale: Anteil grundsaetzlich frei veraeusser- und
    vererbbar, keine persoenliche Haftung der Gesellschafter, keine persoenliche
    Mitarbeit bei der Geschaeftsfuehrung notwendig, Kapitalgesellschaften sind
    rechtsfaehig.

    - Die GmbH & Co KG ist eine Personengesellschaft, ohne dass eine natuerliche
    ------------
    Person voll haftet. (Der Vollhafter ist eine juristische Person = GmbH)
    - Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft. Die Gesellschafter haften fuer die
    ----
    Verbindlichkeiten der GmbH nicht persoenlich, sondern es haftet die GmbH
    als juristische Person allein.
    - Die OHG ist eine Perrsonengesellschaft. Alle Gesellschafter haften den
    ---
    Gesellschaftsglaeubigern gegenueber unbeschraenkt.
    - Die Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft. Sie unterscheidet
    ---------------------
    sich von der OHG dadurch, dass bei einem Teil der Gesellschafter die Haftung
    gegenueber den Gesellschaftsglaeubugern auf einen bestimmten Betrag begrenzt
    ist (Kommanditisten). Die unbeschraenkt haftenden Gesellschafter werden als
    Komplementaere bezeichnet.
    - Die KGaA ist eine Kapitalgesellschaft. Mindestens ein Gesellschafter haftet
    ----
    den Gesellschaftsglaeubigern gegenueber unbeschraenkt, ansonsten ist sie
    rechtlich als besondere Art der Aktiengesellschaft ausgestattet.
    - Die Stille Gesellschaft ist eine Personengesellschaft. Jemand (stiller
    -------------------
    Teilhaber) beteiligt sich mit einer Einlage an dem Handelsgewerbe eines
    Kaufmannes (des taetigen Teilhabers). Die Einlage geht in das Vermoegen
    des taetigen Teilhabers ueber, der stille Teilhaber ist am Gewinn beteiligt.
    - Die Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft. Sie weist ein in
    ------------------
    Aktien zerlegtes Grundkapital auf. Fuer die Verbindlichkeiten der AG haftet
    den Glaeubigern gegenbueber lediglich das Gesellschaftsvermoegen.

    Fragen:
    -------
    1. Nennen Sie Personengesellschaften?
    2. Nennen Sie Kapitalgesellschaften?
    3. Welche Gesellschaft haftet fuer Verbindlichkeiten nicht persoenlich? 4. Wer und warum haftet die Gesellschaft lediglich mit dem
    Gesellschaftsvermoegen?
    5. Was sind Kommanditisten?
    6. Was sind Komplementaere?
    7. Welche Gesellschaft ist rechtlich als besondere Art der
    Aktiengellschaft ausgestattet?
    8. Erklaeren Sie " Stiller Teilhaber ".
    Die Gesellschaftsform.
    Ist der Stille Teilhaber am Gewinn beteiligt. Wenn es zutrifft
    warum?


    Antworten
    ---------
    1.






    2.






    3.




    4.




    5.




    6.




    7.




    8.







    A u s b i l d u n g s u n t e r r i c h t
    -----------------------------------------

    Ausbildungsrahmenplan
    lf Nr. 3.2 Buchfuehrung ( Paragraph 3 Abs.1 Nr. 3 Buchstabe a)
    Zweck und Aufbau der Buchhaltung, des Kontenrahmens und des
    Kontenplanes

    Buchfuehrung
    -------------
    In das Grundbuch muessen aufgrund der Buchungsbelege alle Geschaefts-
    ----------
    vorfaelle ( von der Eroeffnung ueber die laufenden Buchungen bis zum
    Abschluss ) mit Tag, Buchungssatz, Belegangabe und Betrag in zeitlicher
    Reihenfolge (chronologisch) eingetragen werden. Dieses Buch bildet die
    Grundlage der der gesamten Buchfuehrung und wird auch Tagebuch oder Journal genannt.

    Im Hauptbuch muessen die Buchungen sachlich geordnet werden, um den Stand
    ---------
    des Vermoegens und der Schulden zu erkennen. Die Konten, auf denen alle
    Geschaeftsfaelle gebucht werden, heissen deshalb Sachkonten; alle Sach-
    konten zusammen bilden das Hauptbuch.

    Aufbewarungsfristen ( Paragraph 44 HGB )
    -------------------
    Alle als Buchungsgrundlage dienenden Belege muessen 6 Jahre lang aufbewahrt werde; Handelsbuecher, Inventare und Bilanzen sind 10 Jahre aufzubewahren.

    Der Grosshandelskontenrahmen enthaelt folgende 10 Kontenklassen:

    Klasse 0 Anlage- und Kapitalkonten
    Klasse 1 Finanzkonten
    Klasse 2 Abgrenzungskonten
    Klasse 3 Wareneinkaufs-und Warenbestandskonten
    Klasse 4 Konten der Kostenarten
    Klasse 5 Konten der Kostenstellen
    Klasse 6 Konten fuer Umsatzkostenverfahren
    Klasse 7 frei
    Klasse 8 Warenverkaufskonten (Umsatzerloese)
    Klasse 9 Abschlusskonten

    Der Abschluss auf einer Betriebsuebersicht enthaelt folgende Teilbilanzen:

    1. Summenbilanz
    Uebernahme der Summen der Soll- und Habenseite aller Konten.

    2. Saldenbilanz I
    Saldieren der Soll- und Habensummen.

    3. Umbuchungen
    Durchfuehrung der vorbereiteten Abschlussbuchungen (z.B. Abschreibungen, Privatentnahmen).

    4. Saldenbilanz II
    Die Saldenbilanz I und die Umbuchungen werden zur Saldenbilanz II
    zusammengefasst.

    5. Schlussbilanz
    Die Schlussbilanz setzt sich aus Salden der Bestandskonten zusammen.

    6. Ergebnisbilanz
    Die Ergebnisbilanz setzt sich aus den Salden der Ergebniskonten
    zusammen; sie entspricht dem Konto Gewinn- und Verlust.

    Der Kontenrahmen legt Bezeichnung, Inhalt und Gliederung der Konten zum
    ------------
    Zwecke einer einheitlichen Buchfuehrungsordnung in allen Betrieben eines
    Wirtschaftszweiges fest (Richtlinien zur Organisation der Buchfuehrung
    im Jahre 1937).
    So gibt es Kontenrahmen fuer die Industrie, den Gross-, den Einzelhandel,
    das Handwerk usw. Alle Kontenrahmen sind nach dem Zehnersystem aufgebaut;
    d.h. sie enthalten 10 Kontenklassen (0-9). jede Klasse wieder 10 Konten-
    gruppen und jede Gruppe wieder 10 Kontenarten; eine weitere Unter-
    gliederung ist moeglich.

    Der Kontenplan ist ein aus dem Kontenrahmen entwickeltes, betriebsindi-
    ----------
    viduell zugeschnittenes Kontenverzeichnis; dabei duerfen keine Veraen-
    derungen der Nummernkreise vorgenommen werden.

    Fragen:
    -------
    1. Welche Bedeutung hat das Wort chronologisch?
    2. Welche Konten werden in das Hauptbuch eingetragen?
    3. Nennen Sie mindesten 3 Konten des Kontenplanes zu den
    einzelnen Kontenklassen?
    4. Zu welcher Bilanz gehoert die Gewinn und Verlust Rechnung?
    5. Bilden Sie folgende Buchungssaetze, die fuer die Durch-
    fuehrung von Abschlussbuchungen noetigt sind:
    1. Abschluss Privatkonten
    2. Abschreibung auf Geschaeftsausstattung
    3. Buchen der Warenbestandsaenderung
    4. Abschluss des Vorsteuerkontos


    Antworten:
    ----------
    1.




    2.




    3.




    4.




    5.




    6.



    A u s b i l d u n g s u n t e r r i c h t
    -----------------------------------------

    Ausbildungsrahmenplan
    lf Nr. 3.2 Zahlungsverkehr ( Paragraph 3 Abs.1 Nr. 3 Buchstabe a)
    Zahlungsvorgaenge im Zusammenhang mit Kreditinstituten, Lieferanten,
    und Kunden unter Beruecksichtigung von Bedingungen des Zahlungsverkehrs

    Um Zahlungen bei Lieferanten zu begleichen oder Zahlungen von Kunden
    zu empfangen, gibt es folgende Institute und Ueberweisungstraeger:

    Post Postueberweisung, da beide Geschaeftspartner ein Konto bei
    ---- ----------------
    Postgiroaemtern unterhalten.
    Per Postanweisung; der Betrag wird beim Postamt bar eingezahlt;
    -------------
    der Geldbrieftraeger zahlt dem Empfaenger das Geld ebenfalls
    bar aus. Hoechstbetrag: DM 3.000,--

    Bank Der Dauerauftrag wird der Bank fuer regelmaessig wiederkehrende
    ---- ------------
    Zahlungen in gleicher Hoehe erteilt; er erspart Arbeit und ver-
    meidet Terminversaeumnisse.
    Die Einzugsermaechtigung ist geeignet fuer regelmaessig wieder-
    --------------------
    kehrende, in der Hoehe wechselnde Zahlungen und wird dem Em-
    pfaenger erteilt. Die kontofuehrende Bank erhaelt vom Geldem-
    pfaenger den Lastschriftzettel eingereicht.
    Zahlschein: Halbbare Zahlungsart; der Schuldner zahlt bar, der
    -----------
    Glaeubiger besitzt ein Konto bei einem Kreditinstitut oder
    Postgiroamt.
    Ein sicheres bargeldloses Zahlungsmittel ist der Verrechnungsscheck.
    -------------------
    Der Scheck traegt den Vermerk " Nur zur Verrechnung " und wird dem
    Glaeubiger nach Einreichung bei seiner Bank gutgeschrieben, er wird
    niemals bar eingeloest.
    Wenn auf einem Verrechnungsscheck der Vermerk " Nur zur Verrechnung "
    gestrichen worden ist, so bleibt dieser Scheck ein gueltiger Ver-
    rechnungsscheck. Die Streichung ist ohne Wirkung.
    Ein Verrechnungsscheck kann nie zu enem Barscheck, wohl aber ein
    Barscheck zu einem Verrechnungsscheck umgewandelt werden, indem man
    den Vermerk " Nur zur Verrechnung " nachtraeglich quer ueber den
    Scheckvordruck schreibt.
    Der Scheck ist gueltig, wenn er alle sechs gesetzlichen Bestandteile
    enthaelt:
    1. Bezeichnung Scheck
    2. Anweisung, bestimmte Summe zu zahlen
    3. Zahlungsort
    4. die bezogene Bank
    5. Ort und Tag der Scheckausstellung
    6. Unterschrift des Ausstellers

    Ein Blankoscheck enthaelt nur die Unterschrift des Ausstellers.
    ------------
    Betrag, Empfaenger, Ort und Tag der Ausstellung koennen vom Inhaber
    selbst eingesetzt werden.
    Die Bankleitzahl gehoert zu den kaufmaennischen Bestandteilen des
    Schecks; die Abwicklung von Scheckgeschaeften geschieht schneller
    und vereinfacht sich dadurch.
    Beim Inhaberscheck ist der Name des Scheckempfaengers bedeutungslos,
    -------------
    der Inhaberscheck ist ein Ueberbringerscheck, die Weitergabe durch
    Uebergabe von Hand zu Hand.
    Durch die Ueberbringerklausel ist das einloesende Kreditinstitut
    nicht verpflichtet, die Legitimation des Scheckinhabers zu
    pruefen.
    Beim Eurocheque garantiert das Kreditinstitut dem Scccheckempfaenger
    ----------
    die Einloesung bis zu DM 400,--. Eurocheques sollten nur in Ver-
    bindung mit einer Scheckkarte bedenkenlos entgegengenommen werden.
    Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe (Akt.Zeichen
    II ZR 151/181) ist eine Bank nicht verpflichtet, Euroschecks
    einzuloesen, wenn sich dem Schecknehmer bei der Entgegennahme der
    Schecks der Verdacht aufdraengen musste, dass die Scheckkarte miss-
    braucht werden soll.

    Jeder Scheck ist grundsaetzlich bei Sicht, also bei Vorlage faellig.
    der Scheckinhaber sollte aber den Scheck innerhalb einer bestimmten
    Frist zur Einloesung vorlegen. Die Vorlagefrist im Inland betraegt
    8 Tage (Art.29SchG); das Ausstellungsdatum zaehlt mit. Nach Ablauf
    dieser Frist kann das Kreditinstitut den Scheck einloesen, ist dazu
    aber nicht verpflichtet.

    Buchgeld, so heissen die Guthabenbestaende auf Girokonten; durch
    --------
    Belastungen und Gutschriften (Ueberweisung, Schecks, Wechsel usw.) auf den Konten werden Geldbetraege rechnerisch bewegt.
    Geldersatzmittel (Geldsurrogate9 sind Hilfszahlungsmittel, z.B. Scheck
    ----------------
    oder Wechsel. Sie gelten nur erfuellungshalber; das Schuldverhaelt-
    nis erlischt erst mit der Einloesung.
    Fuer Geldersatzmittel besteht kein Annahmezwang.
    Bei der Kreditaufnahme erhaelt der Bankkunde einen bestimmten Geld-
    ------
    betrag ausbezahlt, den er in Raten mit Zinsen zurueckzahlen muss.
    Der Begriff " Sammelgelder " ist erfunden.
    Fondsgelder sind Gelder, die in einen Topf eingezahlt und fuer ein
    -----------
    bestimmtes Vorhaben verwendet werden (z.B. Investitionsfonds).

    Fragen:
    -------
    1. Welchen Ueberweisungstrager benutzt man, wenn der Empfaenger ein
    Postgirokonto besitzt und der Schuldner den Geldbetrag bei seinem
    Postamt bar einzahlt?
    2. Nennen Sie ein bargeldloses Zahlungsmittel!
    3. Was passiert, wenn auf einen Verrechnungsscheck der Vermerk
    " Nur zur Verrechnung "" gestrichen ist?
    4. Welches Zahlungsmittel bedarf grossem Vertrauens?
    5. Wieviele Euroschecks muessen bei einen Betrag vom DM 3.875,--
    ausgefuellt werden?
    6. Nennen Sie die Betraege der auszustellenden Euroschecks!




    W e c h s e l
    -------------
    Nach foldenden Punkten wird ein Wechsel von einen Lieferer = Aussteller
    an den Kaeufer = Bezogener ausgestellt.
    Durch den Lieferer = Aussteller
    ---------------------
    1. Ausfuellen des Wechsels
    2. Versendung der Tratte ( Tratte=ausgestellter, aber noch nicht
    akzeptierter Wechsel)
    Durch den Kaeufer = Bezogener
    -------------------
    3. Akzeptierung des Wechsels durch den Kaeufer = Bezogener
    4. Versteuerung des Wechsels
    5. Eintragung in das Wechselkopierbuch unter der Rubrik "Schuldwechsel"
    6. Ruecksendung des versteuerten Wechsels und
    Durch den Lieferer = Aussteller
    ---------------------
    Eintragung in das Wechselkopierbuch des Liefers unter der Rubrik
    "Besitzswechsel"
    7. Verwendung des Besitzwechsels

    Die Banken haben die Moeglichkeit, angekaufte (diskontierte) Wechsel an
    die Bundesbank weiterzuverkaufen (Rediskontierung). Zugelassen sind aber
    nur gute Handelswechsel, d.h. zentralbankfaehige Wechsel. Merkmale sind
    zwei oder drei als zahlungsfaehig bekannte Verpflichtete und eine Laufzeit
    unter 90 Tage.

    Unter Prolongation eines Wechsels versteht man dessen Laufzeitverlaengerung. ------------
    Ein gueltiger Wechsel muss folgende acht gesetzlichen Bestandteile erhalten: 1. Bezeichnung Wechsel
    2. Ort und Datum der Ausstellung
    3. Verfalltag
    4. Name des Wechselempfaengers (Remittent)
    -----------
    5. Anweisung, bestimmte Summe zu zahlen (in Buchstaben)
    6. Name des Bezogenen (Trassat)
    --------
    7. Ort, an dem der Wechsel bezahlt wird
    8. Unterschrift des Ausstellers (Trassant)

    Wenn der Bezogene einen indossierten faelligen Wechsel nicht einloest,
    so hat der letzte Wechselinhaber ein Recht auf Rueckgriff (Regress). Man
    unterscheidet den Sprungrueckgriff auf den Reihenrueckgriff.
    Nach dem Verfalltag legt der Wechselinhaber den Wechsel am ersten oder
    zweiten Bank-Arbeitstag dem Wechselschuldner noch einmal zur Zahlung vor.
    Wenn der Bezogene auch dann nicht zahlen kann, geht der Wechsel zu
    Protest.

    Der Wechsel ist ein geborenes Orderpapier (bestimmte Empfaenger) und kann
    nur durch einen besonderen Uebertragungsvermerk ( Indossament ) weiter-
    ---------------
    gegeben werden.
    Unter Tratte versteht man einen ausgestellten, aber noch nicht akzeptierten
    ------
    Wechsel.
    Die Wechselsteuer betraegt DM 0,15 fuer jede angefangene DM 100,-- Wechsel-
    -------------
    summe; ein akzeptierter Wechsel muss versteuert sein.
    Wechselprotest kann nur am ersten oder zweiten Werktag (Sonnabend gilt
    --------------
    nicht als Werktag) nach dem Verfalltag erhoben werden. ie Protesturkunde
    kann von einem Notar, einem Gerichtsvollzieher oder einem Postbeamten
    ausgestellt werden.
    Der Solawechsel ist eine Zahlungsverpflichtung; der gezogene Wechsel eine
    -----------
    Zahlungsaufforderung.
    Wechselprolongation: Verlaengerung des Verfalldatums durch den Aussteller.
    -------------------
    Datowechsel (Zeitwechsel) sind nach Ablauf einer im Wechsel genannten Frist
    -----------
    faellig. Die Frist rechnet vom Tage der Ausstellung an.
    Bei einem Tagwechsel ist der Verfalltag genau durch einen Kalendertrag
    ----------
    bestimmt, " am 28.Sept.19.. zahlen Sie." Die meisten Wechsel sind Tag-
    wechsel.
    Sichtwechsel werden durch Vorzeigen faellig.
    ------------
    Bei Sicht zahlen Sie....... Sie kommen als Sichttratten im Aussenhandel
    vor, z.B. bei der Uebergabe der Verschiffungsdokumente. Die Dokumente
    werden nur gegen Zahlung der Wechselsumme ausgehaendigt.
    Von einem Domizilwechsel spricht man dann, wenn sich die Bank, auf die
    --------------
    der Wechsel zahlbar ausgestellt ist, nicht am Wohnort des Bezogenen
    befindet.
    Nachsichtwechsel: "Zahlen Sie 14 Tage nach Sicht...."
    ----------------
    Die Laufzeit beginnt vom Tage des Akzepts an zu laufen; der Bezogene muss
    daher unbedingt das Datum der Annahme vermerken (z.B. Datum der Uebergabe
    der Verschiffungspapiere).

    Fragen:
    1. Welche Wechsel gelten als zentralbankfaehig? Nennen Sie die Merkmale!!
    2. Was versteht man unter Prolongation?
    3. Errechnen Sie die Wechselsteuer bei einem ausgestellten Wechsel ueber
    DM 25478,25!
    4. Wer ist der Trassat und wer der Trassant?
    5. Welche Wechsel werden haupsaechlich im Aussenhandel angenommen?
    6. Wer ist der Remittent?
    7. Warum werden Wechsel als Zahlungsmittel angenommen und welche Bedeutung
    haben Wechsel fuer den Bezogenen?




    A u s b i l d u n g s u n t e r r i c h t
    -----------------------------------------

    Ausbildungsrahmenplan
    lf Nr. 2.3 Kalkulation und Preisgefuege
    ( Paragraph 3 Abs.1 Nr. 2 Buchstabe c)
    a) Kalkulation beschreiben, Ermitteln und Zusammensetzung der
    Preise erlaeutern
    b) Arbeitsvorgaenge in der Kalkulation und Rechnungserstellung
    unter Beruecksichtigung von Skonto, Rabatt oder Bonus durchfuehren


    Der Betrieb hat monatliche laufende Kosten:
    Unter Kosten verstehtman den in Geld bewerteten Gueter und Dienst-
    leistungsverzehr zur Erstellung der betrieblichen Leistung.
    Aufwand ist der gesamte Wertverbrauch einer Abrechnungsperiode.
    -------
    Gesamtaufwand = Betrieblicher Aufwand + neutraler Aufwand

    Die Kosten fuer den Verzehr von Guetern und Dienstleistungen
    muessen bewertet sein.
    Die betriebliche Taetigkeit, die sich in Sachguetern und Dienst-
    leistungen niederschlaegt, bezeichnet man als betriebliche
    Leistung. Leistung ist der Gegenbegriff zu Kosten.

    Fixe Kosten sind Kosten, die sich bei Veraenderung des Beschaeftigungs-
    -----------
    grades nicht veraendern.
    Fixe Kosten entstehen selbst dann, wenn kein Stueck produziert wird.
    (Instandhaltungskosten)
    Variable Kosten sind Kosten, die vom Beschaeftigungsgrad abhaengig sind
    ---------------
    und in ihrer Hoehe schwanken.
    Variable Kosten aendern sich mit dem Beschaeftigungsgrad.
    Akkordloehne, Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe aendern sich in ihrer
    Hoehe bei entsprechender Veraenderung des Produktionsumfanges.
    Geimeinkosten lassen sich nicht direkt dem Kostentrager zurechnen,
    -------------
    da sie fuer mehrere oder alle Kostenbereiche anfallen; Strom, Wasser,
    Transportloehne usw.
    Die Verrechnung erfolgt direkt durch Zuschlaege.
    Gemeinkosten entstehen immer fuer mehrer oder alle Kostenbereiche.
    Einzelkosten werden direkt dem Kostentraeger zugerechnet ohne
    ------------
    Umwegerfassung im Rahmen der Kostenstellenrechnung.

    Von Kostenprogression wird gesprochen, wenn die prozentuale Kosten-
    -----------------
    steigerung groesser ist als die prozentuale Beschaeftigungzunahme.
    In diesem Fall steigen sowohl die Gesamtkosten als auch die
    Stueckkosten absolut relativ.

    Menge G.Kosten Stueckkosten
    +10% +15%
    ---------------------------------------
    100 320 3,20
    200 750 3,75
    300 1300 4,33
    400 2000 5,00

    Diese Kosten bezeichnet man als proportionale Kosten; steigt z.B.
    --------------------
    der Beschaeftigungsgrad um 10%, so steigen die Kosten auch um 10%.
    Kosten, die fuer jedes Stueck erfasst und dem Erzeugnis direkt
    zugerechnet werden, sind Einzelkosten.
    -------------



    Dregressive Kosten; steigt z.B. der Beschaeftigungsgrad um 10%
    ------------------
    so steigen die Kosten nur um 8%.

    Bei der Kostenbildung sind drei Grundsaetze zu beachten:
    ----------------
    Jede Kostenstelle muss ein selbststaendiger Verantwortungsbereich sein,
    --------------------------------------
    um der Kontrollfunktion der Kostenrechnung gerecht zu werden.
    Fuer jede Kostenstelle muessen sich genaue Masstaebe (Bezugsgroessen)
    ----------------
    der Kostenverursachung finden lassen.
    Nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip ist jede Kostenstelle so zu bilden,
    dass sich alle Kostenbelege ohne grossen Schwierigkeiten buchen lassen.

    Kalkulatorische Abschreibungen werden solange als Kosten verrechnet, wie
    ------------------------------
    die Anlage in der Praxis verwendet wird. Dadurch ist die Hoehe der kalk.
    Abschreibung insgesamt hoeher als die bilanziellen Abschreibungen, da
    die bilanzielle AFA von einer -in der Regel- kuerzeren (geschaetzten)
    Nutzungsdauer ausgeht und sich nur auf den Anschaffungswert
    (nomineller Wert) bezieht.
    Bei einer laengeren Nutzungsdauer ist der Abschreibungsbetrag bei der
    kalk. Abschreibung pro Periode niedriger als bei der bilanziellen
    Abschreibung.
    Die kalk. Abschreibung geht als Kostenart in die Preiskalkulation
    mit ein. Damit aber auf hoehere Verkaufspreise und automatisch hoehere
    Gewinne zu schliessen falsch ist, da Preisgestaltung und Gewinn-
    spanne von vielen Faktoren abhaengig sind (u.a.Konkurrenz).
    Die Abschreibungsbetraege der kalk. Abschreibung und der bilanziellen
    Abschreibung koennen insgesamt nicht gleich hoch sein, wenn die Berech-
    -----
    nungsgrundlage (Nutzungsdauer) unterschiedlich hoch ist und der Wieder-
    beschaffungsweg (substantielle Wert) des Anlagegutes erreicht werden
    soll.

    Der Betriebsrechnungsbogen ist ein Hilfsmittel (Tabelle) fuer eine
    kombinierte Kostenarten-und Kostenstellenrechnung. Die Gemeinkosten
    werden vertikal, die Kostenstellen horizontal aufgefuehrt mit dem
    Ziel, die Zuschlagssaetze fuer die Kalkulation zu ermitteln.



    Der BAB (Betriebsrechnungsbogen) hat folgende Aufgaben:
    -------------------------------------------------------
    a) die Gemeinkosten nach dem Verursachungsprinzip auf die Kosten-
    stellen zu verteilen
    b) die Kosten der allgemeinen Kostenstellen auf nachgelagerte
    Kostenstellen umzulegen
    c) Kalkulationssaetze fuer jede Kostenstelle durch Gegenueber-
    stellung von Einzel- und Gemeinkosten fuer die Vor-und Nach-
    kalkulation zu ermitteln.
    d) Kostenstellenueber- und unterdeckungen festzustellen
    (Normalgemeinkostensaetze - Istkosten)
    e) die Berechnung von Kennzahlen zur Kontrolle der Wirtschaftlich-
    keit.

    Bei allen Kalkulationsarten (progressive- vom Listenpreis zum
    -----------
    Bruttoverkaufspreis und retrograde Kalkulation - vom Bruttover-
    ----------
    kaufspreis zum Listenpreis) beim Warenhandel ist folgendes
    Kalkulationsschema anzuwenden:
    ------------------
    progressive
    vorwaertsschreitend Listenpreis (Lp) DM
    ./. % Lieferer-Rabatt (v.H.) DM
    ---------------------------------------------
    Rechnungspreis (Rp) Zieleinkaufspreis
    ./. % Lieferer-Skonto (v.H.) DM
    ---------------------------------------------
    Bar-Einkaufspreis (Ep) DM
    + Bezugskosten (v.H. o. absolut) DM
    ---------------------------------------------
    Bezugspreis (Bp) DM
    + Handlungskosten (v.H.) DM
    ---------------------------------------------
    Selbstkostenpreis (Sp) DM
    + Gewinn DM
    ---------------------------------------------
    Bar-Verkaufspreis (BVp) DM
    + Kundenskonto (i.H.) DM
    + Vertreterprovision (i.H.) DM
    ---------------------------------------------
    Ziel-Verkaufspreis DM
    + Kundenrabatt (i.H.) DM
    ---------------------------------------------
    Verkaufspreis (Nettopreis) DM



    Da die Prozentsaetze fuer die Handlungskosten und den Gewinn im kfm.
    Betrieb meistens laengere Zeit gleichbleibend sind, kann man die
    Kalkulation wesentlich vereinfachen, in dem man einen Gesamt-
    prozentsatz ermittelt.

    a) Der Unterschied zwischen dem Verkaufspreis und dem Bezugspreis
    ausgedrueckt in Prozent des Bezugspreises, nennt man Kalkula-
    tionszuschlag.

    Kalkulationszuschlag = Zuschlagsprozent zur Errechnung des
    ----------------------------------------------------------
    Verkaufspreises aus dem Bezugspreis.
    -----------------------------------
    b) Die Summe der betrieblichen Aufwendungen ausgedrueckt in Prozent
    des Wareneinsatzes ergibt den Handlungskostenzuschlag.
    -----------------------
    c) Der Unterschied zwischen Verkaufspreis und Bezugspreis, ausge-
    drueckt in Prozent des Verkaufspreises nennt man Handelsspanne.
    -------------
    d) Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Bezugspreis
    nennt man Betragsspanne. Sie ist Grundlage zur Errechnung der
    -------------
    Handelsspanne und des Kalkulationszuschlages.
    e) Der Verkaufspreis dividiert durch den Bezugspreis ergibt den
    Kalkulationsfaktor. Um den Verkaufspreis zu erhalten, muss man den
    Bezugspreis mit dem Kalkulationsfaktor multiplizieren.
    ------------------

    Aufgabe
    -------
    Kalkulieren Sie anhand des vorgegebenen Schemas den Nettoverkaufspreis
    wenn der Einkaufspreis DM 427,50, 40% Lieferrabatt und 3% Lieferer-
    skonto gewaehrt werden. 25 Handlunsgemeinkosten, 12% Gewinnzuschlag 2 %
    Skonto, 3% Vertreterprovision und 25% Kundenrabatt, 11,75DM Bezugs-
    kosten.

    Kalkulieren Sie das gleiche, nur enthaelt der Einkaufspreis diesmal
    14% MWST (Listeneinkaufspreis brutto)




    A u s b i l d u n g s u n t e r r i c h t
    -----------------------------------------

    Ausbildungsrahmenplan
    lf Nr. 3.4 Kreditwesen und Finanzierung
    ( Paragraph 3 Abs.1 Nr. 3 Buchstabe d)
    a) Kreditfunktion des Gross-und Aussenhandels hinsichtlich des
    Warenkredites erlaeutern
    b) Auskuenfte einholen, Kreditarten, Kreditsicherung und Kreditge-
    waehrung
    c) Vorgaenge im Mahnwesen nach Anleitung bearbeiten

    Kreditarten
    -----------
    Der Kredit ist die Uebertragung von
    ------
    a) Geldmitteln ( Geldkredit ) oder
    b) Guetern ( Warenkredit )

    an andere Personen gegen das Versprechen spaeterer Rueckverguetung
    (normalerweise gegen Entgelt).

    Der Kreditvertrag beinhaltet Regelungen ueber:
    -------------
    a) Kreditumfang
    b) Kreditdauer
    c) Kreditkosten (Zinsen und Provision)
    d) Rueckzahlungsmodalitaeten
    e) Sicherheiten (Kreditsicherung)

    Die Kredite werden unterschieden nach
    1. Art der Leistung
    Geldkredit
    Warenkredit (Sachkredit)
    2. Kreditgeber
    Liefererkredit
    Bankkredit
    3. Kreditdauer
    kurzfristige Kredite
    mittelfristige Kredite
    langfristige Kredite
    4. Kreditzweck
    Produktivkredit
    Konsumtivkredit
    5. Verfuegbarkeit des Kredits
    Kontokorrentkredit
    Darlehn
    6. Kreditsicherung


    Unter Geldkredit versteht man die Vergabe von Geldmitteln. Wenn das
    ----------
    Geld bar ausgezahlt wird, liegt ein Barkredit vor.
    ---------
    Unter Warenkredit versteht man einen Kauf (bzw. Verkauf) auf Ziel.
    -----------
    Der Liefererkredit (Lieferantenkredit) erfolgt in der Regel als
    --------------
    Warenkredit; er ist auch in Form des Geldkredits moeglich (z.B.
    gewaehrt ein Hersteller einem Grosshaendler einen Kredit fuer die
    Anschaffung von Einrichtungsgegenstaenden).
    Der Liefererkredit ist normalerweise ein teurer Kredit (siehe
    Wirtschaftsrechnen).

    Der Bankkredit erfolgt in der Regel als Barkredit.
    ---------

    Kurzfristige Kredite liegen vor, wenn die Kreditlaufzeit unter
    --------------------
    sechs Monaten liegt.
    Bei mittelfristigen Krediten liegt die Laufzeit zwischen sechs
    ------------------------
    Monaten und vier Jahren.
    Bei einer Laufzeit von vier Jahren und darueber spricht man von
    langfristigen Krediten.
    ----------------------
    Der Produktivkredit dient der Finanzierung der betrieblichen
    ---------------
    der betrieblichen Produktion; man unterscheidet Investitions-,
    Betriebsmittel- und Zwischenkredit.
    Der Konsumtivkredit (Konsumkredit) dient dem Endverbraucher
    ---------------
    zur Finanzierung seines Konsums.


    Der Investitionskredit dient der Erstellung; Erweiterung und Erneu-
    ------------------
    erung von Anlagevermoegen.
    Der Betriebsmittelkredit dient der Verstaerkung des Umlaufvermoegens
    --------------------
    (z.B. Erhoehung der Warenbestaende).
    Der Zwischenkredit (Saisonkredit) dient der Ueberbrueckung von kurz-
    --------------
    fristigen Liquitaetsschwierigkeiten.

    Beim Kontokorrentkredit raeumt die Bank einem Kreditnehmer auf
    ------------------
    einem "laufenden Konto" (Kontokorrentkonto) einen Kredit bis zu
    einer bestimmten Hoehe (Kreditlimit, Kreditlinie) fuer einen bestimm-
    ten Kreditzeitraum ein.

    Der Kontoinhaber kann den Kredit
    a) ganz oder teilweise beanspruchen
    b) ganz oder teilweise zurueckzahlen
    c) stets wieder neu in Anspruch nehmen, d.h. die Kredithoehe
    wechselt dauernd.
    Abgerechnet werden nicht die einzelnen Zahlungen (Gutschriften oder
    Lastschriften), sondern der sich jeweils ergebene Saldo.
    Berechnet werden:
    a) Kreditzinsen (werden nur vom tatsaechlich beanspruchten Kredit
    berechnet).
    b) Kreditprovision
    c) Umsatzprovision
    d) Ueberziehungsprovision
    Dieser Kredit dient vor allem der Sicherung der Liquiditaet und ist
    in der Regel kurzfristig.

    Beim Darlehn wird der Darlehnsbetrag dem Kreditnehmer in einem Betrag
    -------
    Betrag (oder in Teilbetragen) fuer eine bestimmte Zeitdauer zur Ver-
    fuegung gestellt. Im Gegensatz zum Kontokorrentkredit ist das Darlehen
    ein langfristiger Kredit.
    Die Rueckzahlung der Darlehnssumme kann erfolgen
    a) in voller Hoehe am Faelligkeitsdatum = Faelligkeitsdarlehen.
    b) in voller Hoehe nach Kuendigung und Ablauf einer vorher fest-
    gelegten Kuendigungsfrist = Kuendigungsdarlehen ( wie beim
    Faelligkeitsdarlehen werden waehrend der Laufzeit nur Zinsen
    gezahlt).
    c) in Teilbetraegen (Raten) = Tilgungsdarlehen (als Annuitaeten
    oder Abzahlungsdarlehen).
    Das Annuitaetendarlehen (Annuitaetentilgung) verpflichtet den Schuldner
    -------------------
    zur regelmaessigen Zahlung jaehrlich gleichbleibender Betraege
    (Annuitaeten). Davon entfaellt ein staendig wachsender Teil auf die
    Tilgung und ein staendig sinkender Teil auf die Zinsen fuer die Rest-
    schuld.
    Das Abzahlungsdarlehen (Ratentilgung) sieht eine jaehrlich gleich-
    ------------------
    bleibende Tilgungsquote vor. Da die Zinsen fuer die verbleibende
    Restschuld sinken, verringern sich die jaehrlichen Zahlungen. Die
    Rueckzahlung dauert im Vergleich zur Annuitaetentilgung laenger
    (bei sonst gleichen Bedingungen).

    Kreditsicherung
    ---------------
    Der Kreditgeber wird in der Regel vor der Kreditvergabe die Kredit-
    wuerdigkeit pruefen. Diese wird vor allem bestimmt durch die
    Persoenlichkeit und die persoenlichen Verhaeltnisse des Kredit-
    nehmers (z.B. Zuverlaessigkeit und berufliche Erfolge)
    wirtschaftlichen Verhaeltnisse im Unternehmen des Kreditnehmers
    (z.B. Hoehe des Eigenkapitals, Haftung in Abhaengigkeit von der
    Rechtsform, Vermoegens- und Kapitalstruktur, Unternehmensgroesse,
    Rentabilitaet, Liquididaet).
    Auskuenfte ueber moegliche Kreditnehmer erteilen auch gewerbliche
    Auskunfteien, wie z.B. die Schufa (Schutzgemeinschaft fuer allgemeine
    Kreditsicherung), der die meisten Kreditinstitute angeschlossen sind.

    Nach der Art der Kreditsicherung unterscheidet man:
    1. Personalkreit (Blankofredit)
    2. verstaerkter Personalkredit
    Wechseldiskontkredit
    Buergschaftskredit
    Zession
    Kreditleihe
    3. Realkredit
    Verpfaendung (Lombardkredit)
    Sicherungsuebereignung
    Grundpfandrecht (Hypothek, Grundschuld).


    Personalkredit
    --------------
    Beim reinen Personalkredit (ungedeckter Kredit, Blankokredit)
    ------
    liegt die Sicherheit des Kredites nur in der Person bzw. in der
    Kreditwuerdigkeit des Kreditnehmers, darueber hinaus bestehen
    keine zusaetzlichen Sicherheiten.
    Der reine Personalkredit wird vor allem gewaehrt als Kontokorrent-
    kredit, persoenlicher Kleinkredit, persoenliches Anschaffungs-
    darlehen. Er ist in der Regel ein kurzfristiger Kredit.

    Beim verstaerkten Personalkredit haften neben dem Kreditnehmer
    ---------------------------
    noch weitere Personen fuer die Kreditrueckzahlung.

    Beim Wechseldiskontkredit (Diskontkredit) kauft das Kreditinstitut
    --------------------
    spaeter faellige Wechsel und stellt dem Verkaeufer (Kreditnehmer)
    den Barwert zur Verfuegung, d.h., bei diesem kurzfristigen Kredit
    loest die Bank den Wechsel abgezinst ein.

    Der Diskontkredit bietet folgende Vorteile:
    1. guenstige Bedingungen fuer den Kreditnehmer (der Diskontkredit
    ist, verglichen mit anderen Kreditarten, ein billiger Kredit).
    2. Sicherheit fuer den Kreditgeber infolge der Wechselstrenge
    der Haftung der Wechselverpflichteten (Bezogener, Aussteller
    und Wechselnehmer), der Kurzfistigkeit und des festen Rueckzahlungs-
    termins;
    3. bei Bedarf zusaetzlich Liquiditaet fuer den Kreditgeber durch die
    Moeglichkeit der Rediskontierung.

    Beim Buergschaftskredit werden zwei Vertraege abgeschlossen:
    ------------------
    1. Kreditvertrag zwischen Kreditnehmer (Hauptschuldner) und Kreditgeber
    (Glaeubiger)
    2. Buergschaftsvertrag (einseitig verpflichteter Vertrag) zwischen
    Buerge und Glaeubiger, der Buerge verpflichtet sich in diesem Vertrag
    fuer die Erfuellung der Verbindlichkeit des Hauptschuldners
    einzustehen.
    Grundsaetzlich muss ein Buergschaftsvertrag schriftlich abgeschlossen
    werden. Vollkaufleute koennen sich auch muendlich verbuergen, falls die
    Buergschaft im Rahmen ihres Geschaeftsbetriebes eingegangen wird.

    Bei der Ausfallbuergschaft kann der Buerge verlangen, dass der Glaeubiger
    ------------------
    zunaechst mit allen aussergerichtlichen und gerichtlichen Mitteln ver-
    sucht, den Hauptschuldner zur Zahlung zu veranlassen (Recht der
    "Einrede der Vorausklage"). Zahlt der Schuldner nicht, muss der Buerge
    zahlen.

    Bei der selbstschuldnerischen Buergschaft haftet der Buerge wie der
    Hauptschuldner selbst, d.h., er verzichtet auf das Recht der Einrede
    der Vorausklage. Kommt der Schuldner seiner Zahlungsverpflichtung
    nicht nach, so kann der Glaeubiger zur Befriedigung seiner Forderung sofort den Buergen heranziehen.


    Bei der






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