AUSBILDEREIGNUNG ADA BERUFSAUSBILDUNGSGESETZ LEHRLINGSREPORT
D08-1.236
DATEI::/u/weber/artikel/aktenplan/6000-01-300103
A u s b i l d u n g s u n t e r r i c h t
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Ausbildungsrahmenplan
lf. Nr. 4 Organisation und Verwaltung ( Paragr. 3 Abs.1 Nr. 4a
Art, Rechtsform, Aufgaben und Gliederung des Unternehmens )
Reisende
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Der Reisende ist ein Absatzmittler des direkten Absatzweges; er ist
kaufmaennischer Angestellter (Handlungsgehilfe/Handlungsbevollmaechtigter)
und kann:
- Kaufvertraege abschliessen ( Abschlussvertreter )
- Zahlungen bei entsprechender Vollmacht kassieren
- Maengelruegen entgegennehmen ('' 54/55 HGB )
Er konzentriert sich auf den Absatz der Produkte eines Unternehmens.
Kommissionaer
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Der Kommissionaer ist ein selbststaendiger Kaufmann, der es gewerbsmaessig uebernimmt, Waren oder Wertpapiere im eigenen Namen, auf fremde Rechnung zu
verkaufen oder zu kaufen ('' 383 ff HGB)
Handelsvertreter
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Der Handelsvertreter ist ein selbststaendiger Kaufmann, der fuer einen anderen
Unternehmer Geschaefte vermittelt oder in dessen Namen abschliesst (im fremden
Namen, auf fremde Rechnung) '' 84ff HGB.
Handelsbetrieb
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Der Handelsbetrieb ist der Mittler zwischen dem Hersteller und dem Verwender.
Aus dieser Funktion ergeben sich fuer diese Betriebe folgende Hauptaufgaben:
Die Lagerhaltung
Da die Herstellung und das Verwenden der Gueter nicht immer zeitlich ueberein-
stimmen, ergibt sich hieraus die Aufgabe der Lagerhaltung, um stets lieferbereitzu sein.
Die Warenverteilung
Der Handel leitet die Ware als Sammler und Verteiler vom Erzeuger zum Verbrau-
cher; damit ueberbrueckt er die raeumliche Entfernung zwischen beiden und kann
somit das Angebot des Erzeugers und die Nachfrage des Verwenders aufeinander
abstimmen.
Nicht zuletzt aber erschliesst der Handel immer wieder neue Absatzgebiete und
Kaeuferkreise, indem er beraet und wirbt. Dies kann der Handelsbetrieb aber nur dann erfolgreich leisten, wenn er sein Personal (z.B. seine angestellten
Reisenden) regelmaessig fuer diese Aufgaben schult.
Fragen:
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1. Wer kann Waren im eigenen Namen, auf fremde Rechnung kaufen?
2. Wer kann fuer einen anderen im fremden Namen, auf fremde Rechnung
Waren verkaufen?
3. Wer ist ein Handlungsgehilfe/Handlungsvevollmaechtigter?
4. Wer ist selbststaendiger Kaufmann?
5. Wer ist kaufmaennischer Angestellte?
6. Wer, und warum wird geschult?
Antworten:
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1.
2.
3.
4.
5.
6.
Gesellschaftsformen
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Eine Personengesellschaft liegt vor, wenn sich mehrere Personen zu einer
Gesellschaft zusammengeschlossen haben, bei der die Mitgliedschaft auf die
Person und die einzelnen Gesellschafter zugeschnitten ist. Merkmale:
Persoenliche Haftung der Gesellschafter fuer die Schulden, persoenliche
Mitarbeit, Uebertragbarkeit und Vererblichkeit der Mitgliedschaft grundsaetzlich
nur mit Zustimmung der anderen Gesellschafter.
Im Gegensatz dazu ist bei der Kapitalgesellschaft die Mitgliedschaft auf die
reine Kapitalbeteiligung und nicht auf die persoenliche Mitarbeit der Gesell-
schafter zugeschnitten. Merkmale: Anteil grundsaetzlich frei veraeusser- und
vererbbar, keine persoenliche Haftung der Gesellschafter, keine persoenliche
Mitarbeit bei der Geschaeftsfuehrung notwendig, Kapitalgesellschaften sind
rechtsfaehig.
- Die GmbH & Co KG ist eine Personengesellschaft, ohne dass eine natuerliche
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Person voll haftet. (Der Vollhafter ist eine juristische Person = GmbH)
- Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft. Die Gesellschafter haften fuer die
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Verbindlichkeiten der GmbH nicht persoenlich, sondern es haftet die GmbH
als juristische Person allein.
- Die OHG ist eine Perrsonengesellschaft. Alle Gesellschafter haften den
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Gesellschaftsglaeubigern gegenueber unbeschraenkt.
- Die Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft. Sie unterscheidet
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sich von der OHG dadurch, dass bei einem Teil der Gesellschafter die Haftung
gegenueber den Gesellschaftsglaeubugern auf einen bestimmten Betrag begrenzt
ist (Kommanditisten). Die unbeschraenkt haftenden Gesellschafter werden als
Komplementaere bezeichnet.
- Die KGaA ist eine Kapitalgesellschaft. Mindestens ein Gesellschafter haftet
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den Gesellschaftsglaeubigern gegenueber unbeschraenkt, ansonsten ist sie
rechtlich als besondere Art der Aktiengesellschaft ausgestattet.
- Die Stille Gesellschaft ist eine Personengesellschaft. Jemand (stiller
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Teilhaber) beteiligt sich mit einer Einlage an dem Handelsgewerbe eines
Kaufmannes (des taetigen Teilhabers). Die Einlage geht in das Vermoegen
des taetigen Teilhabers ueber, der stille Teilhaber ist am Gewinn beteiligt.
- Die Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft. Sie weist ein in
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Aktien zerlegtes Grundkapital auf. Fuer die Verbindlichkeiten der AG haftet
den Glaeubigern gegenbueber lediglich das Gesellschaftsvermoegen.
Fragen:
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1. Nennen Sie Personengesellschaften?
2. Nennen Sie Kapitalgesellschaften?
3. Welche Gesellschaft haftet fuer Verbindlichkeiten nicht persoenlich? 4. Wer und warum haftet die Gesellschaft lediglich mit dem
Gesellschaftsvermoegen?
5. Was sind Kommanditisten?
6. Was sind Komplementaere?
7. Welche Gesellschaft ist rechtlich als besondere Art der
Aktiengellschaft ausgestattet?
8. Erklaeren Sie " Stiller Teilhaber ".
Die Gesellschaftsform.
Ist der Stille Teilhaber am Gewinn beteiligt. Wenn es zutrifft
warum?
Antworten
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1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
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Ausbildungsrahmenplan
lf Nr. 3.2 Buchfuehrung ( Paragraph 3 Abs.1 Nr. 3 Buchstabe a)
Zweck und Aufbau der Buchhaltung, des Kontenrahmens und des
Kontenplanes
Buchfuehrung
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In das Grundbuch muessen aufgrund der Buchungsbelege alle Geschaefts-
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vorfaelle ( von der Eroeffnung ueber die laufenden Buchungen bis zum
Abschluss ) mit Tag, Buchungssatz, Belegangabe und Betrag in zeitlicher
Reihenfolge (chronologisch) eingetragen werden. Dieses Buch bildet die
Grundlage der der gesamten Buchfuehrung und wird auch Tagebuch oder Journal genannt.
Im Hauptbuch muessen die Buchungen sachlich geordnet werden, um den Stand
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des Vermoegens und der Schulden zu erkennen. Die Konten, auf denen alle
Geschaeftsfaelle gebucht werden, heissen deshalb Sachkonten; alle Sach-
konten zusammen bilden das Hauptbuch.
Aufbewarungsfristen ( Paragraph 44 HGB )
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Alle als Buchungsgrundlage dienenden Belege muessen 6 Jahre lang aufbewahrt werde; Handelsbuecher, Inventare und Bilanzen sind 10 Jahre aufzubewahren.
Der Grosshandelskontenrahmen enthaelt folgende 10 Kontenklassen:
Klasse 0 Anlage- und Kapitalkonten
Klasse 1 Finanzkonten
Klasse 2 Abgrenzungskonten
Klasse 3 Wareneinkaufs-und Warenbestandskonten
Klasse 4 Konten der Kostenarten
Klasse 5 Konten der Kostenstellen
Klasse 6 Konten fuer Umsatzkostenverfahren
Klasse 7 frei
Klasse 8 Warenverkaufskonten (Umsatzerloese)
Klasse 9 Abschlusskonten
Der Abschluss auf einer Betriebsuebersicht enthaelt folgende Teilbilanzen:
1. Summenbilanz
Uebernahme der Summen der Soll- und Habenseite aller Konten.
2. Saldenbilanz I
Saldieren der Soll- und Habensummen.
3. Umbuchungen
Durchfuehrung der vorbereiteten Abschlussbuchungen (z.B. Abschreibungen, Privatentnahmen).
4. Saldenbilanz II
Die Saldenbilanz I und die Umbuchungen werden zur Saldenbilanz II
zusammengefasst.
5. Schlussbilanz
Die Schlussbilanz setzt sich aus Salden der Bestandskonten zusammen.
6. Ergebnisbilanz
Die Ergebnisbilanz setzt sich aus den Salden der Ergebniskonten
zusammen; sie entspricht dem Konto Gewinn- und Verlust.
Der Kontenrahmen legt Bezeichnung, Inhalt und Gliederung der Konten zum
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Zwecke einer einheitlichen Buchfuehrungsordnung in allen Betrieben eines
Wirtschaftszweiges fest (Richtlinien zur Organisation der Buchfuehrung
im Jahre 1937).
So gibt es Kontenrahmen fuer die Industrie, den Gross-, den Einzelhandel,
das Handwerk usw. Alle Kontenrahmen sind nach dem Zehnersystem aufgebaut;
d.h. sie enthalten 10 Kontenklassen (0-9). jede Klasse wieder 10 Konten-
gruppen und jede Gruppe wieder 10 Kontenarten; eine weitere Unter-
gliederung ist moeglich.
Der Kontenplan ist ein aus dem Kontenrahmen entwickeltes, betriebsindi-
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viduell zugeschnittenes Kontenverzeichnis; dabei duerfen keine Veraen-
derungen der Nummernkreise vorgenommen werden.
Fragen:
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1. Welche Bedeutung hat das Wort chronologisch?
2. Welche Konten werden in das Hauptbuch eingetragen?
3. Nennen Sie mindesten 3 Konten des Kontenplanes zu den
einzelnen Kontenklassen?
4. Zu welcher Bilanz gehoert die Gewinn und Verlust Rechnung?
5. Bilden Sie folgende Buchungssaetze, die fuer die Durch-
fuehrung von Abschlussbuchungen noetigt sind:
1. Abschluss Privatkonten
2. Abschreibung auf Geschaeftsausstattung
3. Buchen der Warenbestandsaenderung
4. Abschluss des Vorsteuerkontos
Antworten:
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1.
2.
3.
4.
5.
6.
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Ausbildungsrahmenplan
lf Nr. 3.2 Zahlungsverkehr ( Paragraph 3 Abs.1 Nr. 3 Buchstabe a)
Zahlungsvorgaenge im Zusammenhang mit Kreditinstituten, Lieferanten,
und Kunden unter Beruecksichtigung von Bedingungen des Zahlungsverkehrs
Um Zahlungen bei Lieferanten zu begleichen oder Zahlungen von Kunden
zu empfangen, gibt es folgende Institute und Ueberweisungstraeger:
Post Postueberweisung, da beide Geschaeftspartner ein Konto bei
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Postgiroaemtern unterhalten.
Per Postanweisung; der Betrag wird beim Postamt bar eingezahlt;
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der Geldbrieftraeger zahlt dem Empfaenger das Geld ebenfalls
bar aus. Hoechstbetrag: DM 3.000,--
Bank Der Dauerauftrag wird der Bank fuer regelmaessig wiederkehrende
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Zahlungen in gleicher Hoehe erteilt; er erspart Arbeit und ver-
meidet Terminversaeumnisse.
Die Einzugsermaechtigung ist geeignet fuer regelmaessig wieder-
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kehrende, in der Hoehe wechselnde Zahlungen und wird dem Em-
pfaenger erteilt. Die kontofuehrende Bank erhaelt vom Geldem-
pfaenger den Lastschriftzettel eingereicht.
Zahlschein: Halbbare Zahlungsart; der Schuldner zahlt bar, der
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Glaeubiger besitzt ein Konto bei einem Kreditinstitut oder
Postgiroamt.
Ein sicheres bargeldloses Zahlungsmittel ist der Verrechnungsscheck.
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Der Scheck traegt den Vermerk " Nur zur Verrechnung " und wird dem
Glaeubiger nach Einreichung bei seiner Bank gutgeschrieben, er wird
niemals bar eingeloest.
Wenn auf einem Verrechnungsscheck der Vermerk " Nur zur Verrechnung "
gestrichen worden ist, so bleibt dieser Scheck ein gueltiger Ver-
rechnungsscheck. Die Streichung ist ohne Wirkung.
Ein Verrechnungsscheck kann nie zu enem Barscheck, wohl aber ein
Barscheck zu einem Verrechnungsscheck umgewandelt werden, indem man
den Vermerk " Nur zur Verrechnung " nachtraeglich quer ueber den
Scheckvordruck schreibt.
Der Scheck ist gueltig, wenn er alle sechs gesetzlichen Bestandteile
enthaelt:
1. Bezeichnung Scheck
2. Anweisung, bestimmte Summe zu zahlen
3. Zahlungsort
4. die bezogene Bank
5. Ort und Tag der Scheckausstellung
6. Unterschrift des Ausstellers
Ein Blankoscheck enthaelt nur die Unterschrift des Ausstellers.
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Betrag, Empfaenger, Ort und Tag der Ausstellung koennen vom Inhaber
selbst eingesetzt werden.
Die Bankleitzahl gehoert zu den kaufmaennischen Bestandteilen des
Schecks; die Abwicklung von Scheckgeschaeften geschieht schneller
und vereinfacht sich dadurch.
Beim Inhaberscheck ist der Name des Scheckempfaengers bedeutungslos,
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der Inhaberscheck ist ein Ueberbringerscheck, die Weitergabe durch
Uebergabe von Hand zu Hand.
Durch die Ueberbringerklausel ist das einloesende Kreditinstitut
nicht verpflichtet, die Legitimation des Scheckinhabers zu
pruefen.
Beim Eurocheque garantiert das Kreditinstitut dem Scccheckempfaenger
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die Einloesung bis zu DM 400,--. Eurocheques sollten nur in Ver-
bindung mit einer Scheckkarte bedenkenlos entgegengenommen werden.
Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe (Akt.Zeichen
II ZR 151/181) ist eine Bank nicht verpflichtet, Euroschecks
einzuloesen, wenn sich dem Schecknehmer bei der Entgegennahme der
Schecks der Verdacht aufdraengen musste, dass die Scheckkarte miss-
braucht werden soll.
Jeder Scheck ist grundsaetzlich bei Sicht, also bei Vorlage faellig.
der Scheckinhaber sollte aber den Scheck innerhalb einer bestimmten
Frist zur Einloesung vorlegen. Die Vorlagefrist im Inland betraegt
8 Tage (Art.29SchG); das Ausstellungsdatum zaehlt mit. Nach Ablauf
dieser Frist kann das Kreditinstitut den Scheck einloesen, ist dazu
aber nicht verpflichtet.
Buchgeld, so heissen die Guthabenbestaende auf Girokonten; durch
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Belastungen und Gutschriften (Ueberweisung, Schecks, Wechsel usw.) auf den Konten werden Geldbetraege rechnerisch bewegt.
Geldersatzmittel (Geldsurrogate9 sind Hilfszahlungsmittel, z.B. Scheck
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oder Wechsel. Sie gelten nur erfuellungshalber; das Schuldverhaelt-
nis erlischt erst mit der Einloesung.
Fuer Geldersatzmittel besteht kein Annahmezwang.
Bei der Kreditaufnahme erhaelt der Bankkunde einen bestimmten Geld-
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betrag ausbezahlt, den er in Raten mit Zinsen zurueckzahlen muss.
Der Begriff " Sammelgelder " ist erfunden.
Fondsgelder sind Gelder, die in einen Topf eingezahlt und fuer ein
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bestimmtes Vorhaben verwendet werden (z.B. Investitionsfonds).
Fragen:
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1. Welchen Ueberweisungstrager benutzt man, wenn der Empfaenger ein
Postgirokonto besitzt und der Schuldner den Geldbetrag bei seinem
Postamt bar einzahlt?
2. Nennen Sie ein bargeldloses Zahlungsmittel!
3. Was passiert, wenn auf einen Verrechnungsscheck der Vermerk
" Nur zur Verrechnung "" gestrichen ist?
4. Welches Zahlungsmittel bedarf grossem Vertrauens?
5. Wieviele Euroschecks muessen bei einen Betrag vom DM 3.875,--
ausgefuellt werden?
6. Nennen Sie die Betraege der auszustellenden Euroschecks!
W e c h s e l
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Nach foldenden Punkten wird ein Wechsel von einen Lieferer = Aussteller
an den Kaeufer = Bezogener ausgestellt.
Durch den Lieferer = Aussteller
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1. Ausfuellen des Wechsels
2. Versendung der Tratte ( Tratte=ausgestellter, aber noch nicht
akzeptierter Wechsel)
Durch den Kaeufer = Bezogener
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3. Akzeptierung des Wechsels durch den Kaeufer = Bezogener
4. Versteuerung des Wechsels
5. Eintragung in das Wechselkopierbuch unter der Rubrik "Schuldwechsel"
6. Ruecksendung des versteuerten Wechsels und
Durch den Lieferer = Aussteller
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Eintragung in das Wechselkopierbuch des Liefers unter der Rubrik
"Besitzswechsel"
7. Verwendung des Besitzwechsels
Die Banken haben die Moeglichkeit, angekaufte (diskontierte) Wechsel an
die Bundesbank weiterzuverkaufen (Rediskontierung). Zugelassen sind aber
nur gute Handelswechsel, d.h. zentralbankfaehige Wechsel. Merkmale sind
zwei oder drei als zahlungsfaehig bekannte Verpflichtete und eine Laufzeit
unter 90 Tage.
Unter Prolongation eines Wechsels versteht man dessen Laufzeitverlaengerung. ------------
Ein gueltiger Wechsel muss folgende acht gesetzlichen Bestandteile erhalten: 1. Bezeichnung Wechsel
2. Ort und Datum der Ausstellung
3. Verfalltag
4. Name des Wechselempfaengers (Remittent)
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5. Anweisung, bestimmte Summe zu zahlen (in Buchstaben)
6. Name des Bezogenen (Trassat)
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7. Ort, an dem der Wechsel bezahlt wird
8. Unterschrift des Ausstellers (Trassant)
Wenn der Bezogene einen indossierten faelligen Wechsel nicht einloest,
so hat der letzte Wechselinhaber ein Recht auf Rueckgriff (Regress). Man
unterscheidet den Sprungrueckgriff auf den Reihenrueckgriff.
Nach dem Verfalltag legt der Wechselinhaber den Wechsel am ersten oder
zweiten Bank-Arbeitstag dem Wechselschuldner noch einmal zur Zahlung vor.
Wenn der Bezogene auch dann nicht zahlen kann, geht der Wechsel zu
Protest.
Der Wechsel ist ein geborenes Orderpapier (bestimmte Empfaenger) und kann
nur durch einen besonderen Uebertragungsvermerk ( Indossament ) weiter-
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gegeben werden.
Unter Tratte versteht man einen ausgestellten, aber noch nicht akzeptierten
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Wechsel.
Die Wechselsteuer betraegt DM 0,15 fuer jede angefangene DM 100,-- Wechsel-
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summe; ein akzeptierter Wechsel muss versteuert sein.
Wechselprotest kann nur am ersten oder zweiten Werktag (Sonnabend gilt
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nicht als Werktag) nach dem Verfalltag erhoben werden. ie Protesturkunde
kann von einem Notar, einem Gerichtsvollzieher oder einem Postbeamten
ausgestellt werden.
Der Solawechsel ist eine Zahlungsverpflichtung; der gezogene Wechsel eine
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Zahlungsaufforderung.
Wechselprolongation: Verlaengerung des Verfalldatums durch den Aussteller.
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Datowechsel (Zeitwechsel) sind nach Ablauf einer im Wechsel genannten Frist
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faellig. Die Frist rechnet vom Tage der Ausstellung an.
Bei einem Tagwechsel ist der Verfalltag genau durch einen Kalendertrag
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bestimmt, " am 28.Sept.19.. zahlen Sie." Die meisten Wechsel sind Tag-
wechsel.
Sichtwechsel werden durch Vorzeigen faellig.
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Bei Sicht zahlen Sie....... Sie kommen als Sichttratten im Aussenhandel
vor, z.B. bei der Uebergabe der Verschiffungsdokumente. Die Dokumente
werden nur gegen Zahlung der Wechselsumme ausgehaendigt.
Von einem Domizilwechsel spricht man dann, wenn sich die Bank, auf die
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der Wechsel zahlbar ausgestellt ist, nicht am Wohnort des Bezogenen
befindet.
Nachsichtwechsel: "Zahlen Sie 14 Tage nach Sicht...."
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Die Laufzeit beginnt vom Tage des Akzepts an zu laufen; der Bezogene muss
daher unbedingt das Datum der Annahme vermerken (z.B. Datum der Uebergabe
der Verschiffungspapiere).
Fragen:
1. Welche Wechsel gelten als zentralbankfaehig? Nennen Sie die Merkmale!!
2. Was versteht man unter Prolongation?
3. Errechnen Sie die Wechselsteuer bei einem ausgestellten Wechsel ueber
DM 25478,25!
4. Wer ist der Trassat und wer der Trassant?
5. Welche Wechsel werden haupsaechlich im Aussenhandel angenommen?
6. Wer ist der Remittent?
7. Warum werden Wechsel als Zahlungsmittel angenommen und welche Bedeutung
haben Wechsel fuer den Bezogenen?
A u s b i l d u n g s u n t e r r i c h t
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Ausbildungsrahmenplan
lf Nr. 2.3 Kalkulation und Preisgefuege
( Paragraph 3 Abs.1 Nr. 2 Buchstabe c)
a) Kalkulation beschreiben, Ermitteln und Zusammensetzung der
Preise erlaeutern
b) Arbeitsvorgaenge in der Kalkulation und Rechnungserstellung
unter Beruecksichtigung von Skonto, Rabatt oder Bonus durchfuehren
Der Betrieb hat monatliche laufende Kosten:
Unter Kosten verstehtman den in Geld bewerteten Gueter und Dienst-
leistungsverzehr zur Erstellung der betrieblichen Leistung.
Aufwand ist der gesamte Wertverbrauch einer Abrechnungsperiode.
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Gesamtaufwand = Betrieblicher Aufwand + neutraler Aufwand
Die Kosten fuer den Verzehr von Guetern und Dienstleistungen
muessen bewertet sein.
Die betriebliche Taetigkeit, die sich in Sachguetern und Dienst-
leistungen niederschlaegt, bezeichnet man als betriebliche
Leistung. Leistung ist der Gegenbegriff zu Kosten.
Fixe Kosten sind Kosten, die sich bei Veraenderung des Beschaeftigungs-
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grades nicht veraendern.
Fixe Kosten entstehen selbst dann, wenn kein Stueck produziert wird.
(Instandhaltungskosten)
Variable Kosten sind Kosten, die vom Beschaeftigungsgrad abhaengig sind
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und in ihrer Hoehe schwanken.
Variable Kosten aendern sich mit dem Beschaeftigungsgrad.
Akkordloehne, Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe aendern sich in ihrer
Hoehe bei entsprechender Veraenderung des Produktionsumfanges.
Geimeinkosten lassen sich nicht direkt dem Kostentrager zurechnen,
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da sie fuer mehrere oder alle Kostenbereiche anfallen; Strom, Wasser,
Transportloehne usw.
Die Verrechnung erfolgt direkt durch Zuschlaege.
Gemeinkosten entstehen immer fuer mehrer oder alle Kostenbereiche.
Einzelkosten werden direkt dem Kostentraeger zugerechnet ohne
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Umwegerfassung im Rahmen der Kostenstellenrechnung.
Von Kostenprogression wird gesprochen, wenn die prozentuale Kosten-
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steigerung groesser ist als die prozentuale Beschaeftigungzunahme.
In diesem Fall steigen sowohl die Gesamtkosten als auch die
Stueckkosten absolut relativ.
Menge G.Kosten Stueckkosten
+10% +15%
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100 320 3,20
200 750 3,75
300 1300 4,33
400 2000 5,00
Diese Kosten bezeichnet man als proportionale Kosten; steigt z.B.
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der Beschaeftigungsgrad um 10%, so steigen die Kosten auch um 10%.
Kosten, die fuer jedes Stueck erfasst und dem Erzeugnis direkt
zugerechnet werden, sind Einzelkosten.
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Dregressive Kosten; steigt z.B. der Beschaeftigungsgrad um 10%
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so steigen die Kosten nur um 8%.
Bei der Kostenbildung sind drei Grundsaetze zu beachten:
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Jede Kostenstelle muss ein selbststaendiger Verantwortungsbereich sein,
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um der Kontrollfunktion der Kostenrechnung gerecht zu werden.
Fuer jede Kostenstelle muessen sich genaue Masstaebe (Bezugsgroessen)
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der Kostenverursachung finden lassen.
Nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip ist jede Kostenstelle so zu bilden,
dass sich alle Kostenbelege ohne grossen Schwierigkeiten buchen lassen.
Kalkulatorische Abschreibungen werden solange als Kosten verrechnet, wie
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die Anlage in der Praxis verwendet wird. Dadurch ist die Hoehe der kalk.
Abschreibung insgesamt hoeher als die bilanziellen Abschreibungen, da
die bilanzielle AFA von einer -in der Regel- kuerzeren (geschaetzten)
Nutzungsdauer ausgeht und sich nur auf den Anschaffungswert
(nomineller Wert) bezieht.
Bei einer laengeren Nutzungsdauer ist der Abschreibungsbetrag bei der
kalk. Abschreibung pro Periode niedriger als bei der bilanziellen
Abschreibung.
Die kalk. Abschreibung geht als Kostenart in die Preiskalkulation
mit ein. Damit aber auf hoehere Verkaufspreise und automatisch hoehere
Gewinne zu schliessen falsch ist, da Preisgestaltung und Gewinn-
spanne von vielen Faktoren abhaengig sind (u.a.Konkurrenz).
Die Abschreibungsbetraege der kalk. Abschreibung und der bilanziellen
Abschreibung koennen insgesamt nicht gleich hoch sein, wenn die Berech-
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nungsgrundlage (Nutzungsdauer) unterschiedlich hoch ist und der Wieder-
beschaffungsweg (substantielle Wert) des Anlagegutes erreicht werden
soll.
Der Betriebsrechnungsbogen ist ein Hilfsmittel (Tabelle) fuer eine
kombinierte Kostenarten-und Kostenstellenrechnung. Die Gemeinkosten
werden vertikal, die Kostenstellen horizontal aufgefuehrt mit dem
Ziel, die Zuschlagssaetze fuer die Kalkulation zu ermitteln.
Der BAB (Betriebsrechnungsbogen) hat folgende Aufgaben:
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a) die Gemeinkosten nach dem Verursachungsprinzip auf die Kosten-
stellen zu verteilen
b) die Kosten der allgemeinen Kostenstellen auf nachgelagerte
Kostenstellen umzulegen
c) Kalkulationssaetze fuer jede Kostenstelle durch Gegenueber-
stellung von Einzel- und Gemeinkosten fuer die Vor-und Nach-
kalkulation zu ermitteln.
d) Kostenstellenueber- und unterdeckungen festzustellen
(Normalgemeinkostensaetze - Istkosten)
e) die Berechnung von Kennzahlen zur Kontrolle der Wirtschaftlich-
keit.
Bei allen Kalkulationsarten (progressive- vom Listenpreis zum
-----------
Bruttoverkaufspreis und retrograde Kalkulation - vom Bruttover-
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kaufspreis zum Listenpreis) beim Warenhandel ist folgendes
Kalkulationsschema anzuwenden:
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progressive
vorwaertsschreitend Listenpreis (Lp) DM
./. % Lieferer-Rabatt (v.H.) DM
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Rechnungspreis (Rp) Zieleinkaufspreis
./. % Lieferer-Skonto (v.H.) DM
---------------------------------------------
Bar-Einkaufspreis (Ep) DM
+ Bezugskosten (v.H. o. absolut) DM
---------------------------------------------
Bezugspreis (Bp) DM
+ Handlungskosten (v.H.) DM
---------------------------------------------
Selbstkostenpreis (Sp) DM
+ Gewinn DM
---------------------------------------------
Bar-Verkaufspreis (BVp) DM
+ Kundenskonto (i.H.) DM
+ Vertreterprovision (i.H.) DM
---------------------------------------------
Ziel-Verkaufspreis DM
+ Kundenrabatt (i.H.) DM
---------------------------------------------
Verkaufspreis (Nettopreis) DM
Da die Prozentsaetze fuer die Handlungskosten und den Gewinn im kfm.
Betrieb meistens laengere Zeit gleichbleibend sind, kann man die
Kalkulation wesentlich vereinfachen, in dem man einen Gesamt-
prozentsatz ermittelt.
a) Der Unterschied zwischen dem Verkaufspreis und dem Bezugspreis
ausgedrueckt in Prozent des Bezugspreises, nennt man Kalkula-
tionszuschlag.
Kalkulationszuschlag = Zuschlagsprozent zur Errechnung des
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Verkaufspreises aus dem Bezugspreis.
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b) Die Summe der betrieblichen Aufwendungen ausgedrueckt in Prozent
des Wareneinsatzes ergibt den Handlungskostenzuschlag.
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c) Der Unterschied zwischen Verkaufspreis und Bezugspreis, ausge-
drueckt in Prozent des Verkaufspreises nennt man Handelsspanne.
-------------
d) Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Bezugspreis
nennt man Betragsspanne. Sie ist Grundlage zur Errechnung der
-------------
Handelsspanne und des Kalkulationszuschlages.
e) Der Verkaufspreis dividiert durch den Bezugspreis ergibt den
Kalkulationsfaktor. Um den Verkaufspreis zu erhalten, muss man den
Bezugspreis mit dem Kalkulationsfaktor multiplizieren.
------------------
Aufgabe
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Kalkulieren Sie anhand des vorgegebenen Schemas den Nettoverkaufspreis
wenn der Einkaufspreis DM 427,50, 40% Lieferrabatt und 3% Lieferer-
skonto gewaehrt werden. 25 Handlunsgemeinkosten, 12% Gewinnzuschlag 2 %
Skonto, 3% Vertreterprovision und 25% Kundenrabatt, 11,75DM Bezugs-
kosten.
Kalkulieren Sie das gleiche, nur enthaelt der Einkaufspreis diesmal
14% MWST (Listeneinkaufspreis brutto)
A u s b i l d u n g s u n t e r r i c h t
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Ausbildungsrahmenplan
lf Nr. 3.4 Kreditwesen und Finanzierung
( Paragraph 3 Abs.1 Nr. 3 Buchstabe d)
a) Kreditfunktion des Gross-und Aussenhandels hinsichtlich des
Warenkredites erlaeutern
b) Auskuenfte einholen, Kreditarten, Kreditsicherung und Kreditge-
waehrung
c) Vorgaenge im Mahnwesen nach Anleitung bearbeiten
Kreditarten
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Der Kredit ist die Uebertragung von
------
a) Geldmitteln ( Geldkredit ) oder
b) Guetern ( Warenkredit )
an andere Personen gegen das Versprechen spaeterer Rueckverguetung
(normalerweise gegen Entgelt).
Der Kreditvertrag beinhaltet Regelungen ueber:
-------------
a) Kreditumfang
b) Kreditdauer
c) Kreditkosten (Zinsen und Provision)
d) Rueckzahlungsmodalitaeten
e) Sicherheiten (Kreditsicherung)
Die Kredite werden unterschieden nach
1. Art der Leistung
Geldkredit
Warenkredit (Sachkredit)
2. Kreditgeber
Liefererkredit
Bankkredit
3. Kreditdauer
kurzfristige Kredite
mittelfristige Kredite
langfristige Kredite
4. Kreditzweck
Produktivkredit
Konsumtivkredit
5. Verfuegbarkeit des Kredits
Kontokorrentkredit
Darlehn
6. Kreditsicherung
Unter Geldkredit versteht man die Vergabe von Geldmitteln. Wenn das
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Geld bar ausgezahlt wird, liegt ein Barkredit vor.
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Unter Warenkredit versteht man einen Kauf (bzw. Verkauf) auf Ziel.
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Der Liefererkredit (Lieferantenkredit) erfolgt in der Regel als
--------------
Warenkredit; er ist auch in Form des Geldkredits moeglich (z.B.
gewaehrt ein Hersteller einem Grosshaendler einen Kredit fuer die
Anschaffung von Einrichtungsgegenstaenden).
Der Liefererkredit ist normalerweise ein teurer Kredit (siehe
Wirtschaftsrechnen).
Der Bankkredit erfolgt in der Regel als Barkredit.
---------
Kurzfristige Kredite liegen vor, wenn die Kreditlaufzeit unter
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sechs Monaten liegt.
Bei mittelfristigen Krediten liegt die Laufzeit zwischen sechs
------------------------
Monaten und vier Jahren.
Bei einer Laufzeit von vier Jahren und darueber spricht man von
langfristigen Krediten.
----------------------
Der Produktivkredit dient der Finanzierung der betrieblichen
---------------
der betrieblichen Produktion; man unterscheidet Investitions-,
Betriebsmittel- und Zwischenkredit.
Der Konsumtivkredit (Konsumkredit) dient dem Endverbraucher
---------------
zur Finanzierung seines Konsums.
Der Investitionskredit dient der Erstellung; Erweiterung und Erneu-
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erung von Anlagevermoegen.
Der Betriebsmittelkredit dient der Verstaerkung des Umlaufvermoegens
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(z.B. Erhoehung der Warenbestaende).
Der Zwischenkredit (Saisonkredit) dient der Ueberbrueckung von kurz-
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fristigen Liquitaetsschwierigkeiten.
Beim Kontokorrentkredit raeumt die Bank einem Kreditnehmer auf
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einem "laufenden Konto" (Kontokorrentkonto) einen Kredit bis zu
einer bestimmten Hoehe (Kreditlimit, Kreditlinie) fuer einen bestimm-
ten Kreditzeitraum ein.
Der Kontoinhaber kann den Kredit
a) ganz oder teilweise beanspruchen
b) ganz oder teilweise zurueckzahlen
c) stets wieder neu in Anspruch nehmen, d.h. die Kredithoehe
wechselt dauernd.
Abgerechnet werden nicht die einzelnen Zahlungen (Gutschriften oder
Lastschriften), sondern der sich jeweils ergebene Saldo.
Berechnet werden:
a) Kreditzinsen (werden nur vom tatsaechlich beanspruchten Kredit
berechnet).
b) Kreditprovision
c) Umsatzprovision
d) Ueberziehungsprovision
Dieser Kredit dient vor allem der Sicherung der Liquiditaet und ist
in der Regel kurzfristig.
Beim Darlehn wird der Darlehnsbetrag dem Kreditnehmer in einem Betrag
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Betrag (oder in Teilbetragen) fuer eine bestimmte Zeitdauer zur Ver-
fuegung gestellt. Im Gegensatz zum Kontokorrentkredit ist das Darlehen
ein langfristiger Kredit.
Die Rueckzahlung der Darlehnssumme kann erfolgen
a) in voller Hoehe am Faelligkeitsdatum = Faelligkeitsdarlehen.
b) in voller Hoehe nach Kuendigung und Ablauf einer vorher fest-
gelegten Kuendigungsfrist = Kuendigungsdarlehen ( wie beim
Faelligkeitsdarlehen werden waehrend der Laufzeit nur Zinsen
gezahlt).
c) in Teilbetraegen (Raten) = Tilgungsdarlehen (als Annuitaeten
oder Abzahlungsdarlehen).
Das Annuitaetendarlehen (Annuitaetentilgung) verpflichtet den Schuldner
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zur regelmaessigen Zahlung jaehrlich gleichbleibender Betraege
(Annuitaeten). Davon entfaellt ein staendig wachsender Teil auf die
Tilgung und ein staendig sinkender Teil auf die Zinsen fuer die Rest-
schuld.
Das Abzahlungsdarlehen (Ratentilgung) sieht eine jaehrlich gleich-
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bleibende Tilgungsquote vor. Da die Zinsen fuer die verbleibende
Restschuld sinken, verringern sich die jaehrlichen Zahlungen. Die
Rueckzahlung dauert im Vergleich zur Annuitaetentilgung laenger
(bei sonst gleichen Bedingungen).
Kreditsicherung
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Der Kreditgeber wird in der Regel vor der Kreditvergabe die Kredit-
wuerdigkeit pruefen. Diese wird vor allem bestimmt durch die
Persoenlichkeit und die persoenlichen Verhaeltnisse des Kredit-
nehmers (z.B. Zuverlaessigkeit und berufliche Erfolge)
wirtschaftlichen Verhaeltnisse im Unternehmen des Kreditnehmers
(z.B. Hoehe des Eigenkapitals, Haftung in Abhaengigkeit von der
Rechtsform, Vermoegens- und Kapitalstruktur, Unternehmensgroesse,
Rentabilitaet, Liquididaet).
Auskuenfte ueber moegliche Kreditnehmer erteilen auch gewerbliche
Auskunfteien, wie z.B. die Schufa (Schutzgemeinschaft fuer allgemeine
Kreditsicherung), der die meisten Kreditinstitute angeschlossen sind.
Nach der Art der Kreditsicherung unterscheidet man:
1. Personalkreit (Blankofredit)
2. verstaerkter Personalkredit
Wechseldiskontkredit
Buergschaftskredit
Zession
Kreditleihe
3. Realkredit
Verpfaendung (Lombardkredit)
Sicherungsuebereignung
Grundpfandrecht (Hypothek, Grundschuld).
Personalkredit
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Beim reinen Personalkredit (ungedeckter Kredit, Blankokredit)
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liegt die Sicherheit des Kredites nur in der Person bzw. in der
Kreditwuerdigkeit des Kreditnehmers, darueber hinaus bestehen
keine zusaetzlichen Sicherheiten.
Der reine Personalkredit wird vor allem gewaehrt als Kontokorrent-
kredit, persoenlicher Kleinkredit, persoenliches Anschaffungs-
darlehen. Er ist in der Regel ein kurzfristiger Kredit.
Beim verstaerkten Personalkredit haften neben dem Kreditnehmer
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noch weitere Personen fuer die Kreditrueckzahlung.
Beim Wechseldiskontkredit (Diskontkredit) kauft das Kreditinstitut
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spaeter faellige Wechsel und stellt dem Verkaeufer (Kreditnehmer)
den Barwert zur Verfuegung, d.h., bei diesem kurzfristigen Kredit
loest die Bank den Wechsel abgezinst ein.
Der Diskontkredit bietet folgende Vorteile:
1. guenstige Bedingungen fuer den Kreditnehmer (der Diskontkredit
ist, verglichen mit anderen Kreditarten, ein billiger Kredit).
2. Sicherheit fuer den Kreditgeber infolge der Wechselstrenge
der Haftung der Wechselverpflichteten (Bezogener, Aussteller
und Wechselnehmer), der Kurzfistigkeit und des festen Rueckzahlungs-
termins;
3. bei Bedarf zusaetzlich Liquiditaet fuer den Kreditgeber durch die
Moeglichkeit der Rediskontierung.
Beim Buergschaftskredit werden zwei Vertraege abgeschlossen:
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1. Kreditvertrag zwischen Kreditnehmer (Hauptschuldner) und Kreditgeber
(Glaeubiger)
2. Buergschaftsvertrag (einseitig verpflichteter Vertrag) zwischen
Buerge und Glaeubiger, der Buerge verpflichtet sich in diesem Vertrag
fuer die Erfuellung der Verbindlichkeit des Hauptschuldners
einzustehen.
Grundsaetzlich muss ein Buergschaftsvertrag schriftlich abgeschlossen
werden. Vollkaufleute koennen sich auch muendlich verbuergen, falls die
Buergschaft im Rahmen ihres Geschaeftsbetriebes eingegangen wird.
Bei der Ausfallbuergschaft kann der Buerge verlangen, dass der Glaeubiger
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zunaechst mit allen aussergerichtlichen und gerichtlichen Mitteln ver-
sucht, den Hauptschuldner zur Zahlung zu veranlassen (Recht der
"Einrede der Vorausklage"). Zahlt der Schuldner nicht, muss der Buerge
zahlen.
Bei der selbstschuldnerischen Buergschaft haftet der Buerge wie der
Hauptschuldner selbst, d.h., er verzichtet auf das Recht der Einrede
der Vorausklage. Kommt der Schuldner seiner Zahlungsverpflichtung
nicht nach, so kann der Glaeubiger zur Befriedigung seiner Forderung sofort den Buergen heranziehen.
Bei der
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